Schreiben

Irgendein Spiel

Verlag für Kindertheater

 

"Und wann haben beide gewonnen?"

Klassenfahrt: 'kein' Alkohol, dafür Gemeinschaftsspiele… Franz, Ludwig, Antonia, Johanna und Amadea sind irgendwie in eine Gruppe eingeteilt worden, sind irgendwie auch befreundet. Aber weder wissen sie genau, worin das Spiel eigentlich besteht, noch – so zeigt es sich – kennen sie einander gut genug. Auf dem imaginären Spielbrett kommen sie einander näher, entfernen sich, kreuzen, küssen und überwerfen sie sich. Sie spielen ihre Rollen und mit ihren Motiven – der Abgeklärte, der Einsame, die Hingebungsvolle, die Nüchterne, die Unnahbare. Nach und nach wird deutlich, dass man in der Liebe alles zugleich sein darf, vielleicht sein muss.
Jona Manow lässt seine jugendlichen Figuren offen und manchmal fast ungeschützt miteinander sprechen. Es sind liebenswürdige junge Menschen, die im Großen und Ganzen darauf achten, freundlich miteinander umzugehen. Keine ‚Typen’ also, sondern junge Menschen, die aufwachsen in einer Welt, in der scheinbar alles möglich ist und jede Identität gewählt und verhandelt werden kann. Damit aber ist das Spiel noch lange nicht gewonnen, denn Selbstzweifel und Maskerade sind die Kehrseiten dieses Gewinns. Und die Liebe ist noch immer das Spiel, in dem es nicht darum geht, die meisten Trümpfe auf der Hand zu haben, sondern darum, wie wir einander die Hand reichen können: „Hold my hand, Chuck“, sagte Lucy einst zu Charlie Brown.

 

Genre: Jugendtheater
Besetzung: 3 Dame(n), 2 Herr(en),
Alter: empfohlen ab 14
Länge: 01:30

Uraufführung: frei