Glückliche Tage

Glückliche Tage von Samuel Beckett

Premiere am 24.9.2017

Theater Regensburg

 

Inszenierung: Jona Manow

Bühne: Michael Lindner

Kostüme: Maria Preschel

 

Mit Doris Dubiel und Gerhard Hermann.

Presse

 

 „Ein Klassiker des absurden Theaters, der so absurd möglicherweise gar nicht ist. Der junge Regisseur Jona Manow lässt zumindest recht konkrete Sichtweisen anklingen: Wir sehen das allmähliche Hinwegdämmern der alten Winnie.
... Manows Inszenierung lässt derlei Assoziationen zumindest einladend zu. Weshalb seine Regiearbeit im Theater am Haidplatz am Premierenabend auf ein atemlos gespanntes Publikum traf. Weil es bei aller Schlüssigkeit des Dargestellten keine herumgewedelte Bedeutungszaunpfähle anschauen muss, ihm die letztliche, persönliche Deutungshoheit über das Stück erhalten bleibt: Kern jeglicher Poesie.
(Christian Muggenthaler, Donau-Post)

„Regisseur Manow, seinem Team und den beiden Darstellern gelingt ein Stück Theater, das kaum besser auf die kleine Bühne am Haidplatz passen könnte, das gemacht ist für die unmittelbare Nähe zum Zuschauer und doch unüberbrückbare Distanz zu der absurden Welt, die es zeigt.“
(David Liese, Regensburg-Digital)

„... Und dieser Grabhügel wiederum wächst aus einem gefliesten Boden empor. Da hat jemand die Fahrt ins Totenreich bereits angetreten. Willie bewegt sich mittels eines Einkaufswägelchens über die Bühne, und nutzt dabei einen Besen als Riemen, als wär’s eine Gondelfahrt über den Hades. ...
Die Inszenierung von Jona Manow und die grandiose Leistung von Doris Dubiel (behält trotz Textfülle und der Verurteilung zu tantenhafter Quasseligkeit ihren Kopf stets oben, so hoch die Graberde auch steht) und Gerhard Hermann (präsentiert sich als musterhafter Misanthrop und reckt dementsprechend dem Publikum den Allerwertesten zum Eincremen entgegen) setzt auf wohltuende Weise auf dieses absurde Element – jenen Anteil also, der den Zuschauer im Detail amüsiert, angesichts der Gesamtsituation aber ratlos hinterlässt. Denn: Ist nicht das die stimmigste und plausibelste Parabel, für unsere Welt? Dass etwas passiert. Aber wir nicht wissen, was es ist? Vor 56 Jahren wie auch heute
(Peter Geiger, Mittelbayerische Zeitung)